VICENNA AKADEMIE für erfolgreiche Weiterbildung
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http://www.ash-berlin.eu/weiterbildung/zertifikatskurse/?&kurs_jahr=2016&kurs_id=185

 

 

 

Berufsbegleitender Zertifikatskurs 2016

Wer in Krankenhäusern, in Medizinischen Versorgungszentren, in Einrichtungen der stationären oder ambulanten Pflege, in Arztpraxen, bei Krankenkassen oder auch in anderen Unternehmen der Gesundheitswirtschaft tätig ist, muss sich mit neuen Begriffen auseinandersetzen. In vielen westlichen Staaten und damit auch in Deutschland sind die Gesundheitssysteme dahingehend orientiert, die Kosten zu kontrollieren und zu dämpfen. Die Gesundheitseinrichtungen haben sich in den letzten Jahren zu Unternehmen entwickelt, die effektiv, effizient und gewinnbringend geführt werden. Ein sehr schwieriges Feld in der Gesundheitswirtschaft ist die Definition, Messung und Bewertung der Leistungen.

Es gilt zu klären:

  • Was sind Leistungen?
  • Wie viele Leistungen werden erbracht?
  • Wie hoch werden die einzelnen Leistungen bewertet? 

Im Gegensatz zu Unternehmen außerhalb der Gesundheitswirtschaft sind bei Gesundheitsunternehmen zwei Leistungsebenen vorhanden. Neben dem primären Leistungsprozess ist ein sekundärer Leistungsprozess vorhanden.

Die Abrechnung der medizinischen Krankenhausleistungen erfolgt auf der Grundlage diagnosebezogener Fallpauschalen den Diagnosis Related Groups (DRG). Sie entscheiden über den Erlös für einen bestimmten Krankheitsfall. Der Erlös errechnet sich aus einem festgelegten Basisfallwert und einem Relativgewicht, das nach Art und Schwere einer Erkrankung bestimmt wird. Daraus ergibt sich der Case Mix Index, aus dem hervorgeht, ob ein Krankenhaus eher schwere oder nur leichte Fälle behandelt. Alle Leistungen sind auf der Grundlage der Codierrichtlinien zu dokumentieren. Für die Erlös- und Gewinnsituation hat die Grenzverweildauer der Patienten eine außerordentliche Bedeutung, für die nicht nur die Ärzte die Verantwortung tragen. Alle in einem Krankenhaus tätigen Mitarbeiter tragen auf ihre Art dazu bei, die mittlere Grenzverweildauer nach Möglichkeit nicht zu überschreiten und wirtschaftlich zu arbeiten. Die Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung gibt unter Effizienzbetrachtungen Auskunft über die Angemessenheit von Art und Umfang der Arbeitsleistungen des Personals sowie der eingesetzten und verbrauchten Sachgüter und Betriebsmittel, die für die Einzelleistungen im Bereich von Diagnostik, Therapie, Pflege und Hotelversorgung aufgewendet wurden.

Daraus ergeben sich zunehmend für die Verantwortlichen in den primären Leistungsbereichen, als auch in den sekundären und tertiären Leistungsbereichen eines Krankenhauses wie Technik, Küche, Reinigung, Labor solche Fragen wie:

  • Wie interpretiere ich Kostenabweichungen?
  • Welche Kennzahlen sind steuerungsrelevant?
  • Wie plane ich mein Budget?

Mit diesen und weiteren Fragen sehen sich heute die Mitarbeiter in allen Bereichen einer Gesundheitseinrichtungen konfrontiert. Der Ergebnisdruck nimmt hier – insbesondere vor dem Hintergrund des steigenden Wettbewerbs auf dem Gesundheitsmarkt – spürbar zu. Er äußert sich häufig in Form von ambitionierten Zielvorgaben seitens der Unternehmensleitung und/oder regelmäßigen „Gesprächsrunden“ mit dem Controller der Einrichtung über die Entwicklung der Zahlen des eigenen Verantwortungsbereichs.

Hier setzt der berufsbegleitende Zertifikatskurs „Controlling in der Gesundheitswirtschaft“ an, dessen Ziel es ist, den Fach- und Führungskräften der mittleren Führungsebene einer Gesundheitseinrichtung kompakt fundierte und anwendungsorientierte Controlling-Kompetenzen zu vermitteln. Für Ärzte und Pflegende, die in die Welt der Gesundheitsökonomen eindringen wollen, ist der Zertifikatskurs sehr geeignet. Aber auch allgemein Controlling-Interessierte sind eingeladen, sich ein betriebswirtschaftliches Standbein in Form einer Zusatzqualifikation zu erarbeiten.

Der Schwerpunkt des praxisnahen Programms liegt auf den finanzwirtschaftlichen und medizintechnischen Controlling-Funktionen und dessen Ausprägung in den verschiedenen Leistungsbereichen und unter Beachtung der Besonderheiten der Gesundheitswirtschaft (DRG-System). Die Teilnehmer sollen mit Hilfe des erworbenen Controlling-Wissens

  1. in die Lage versetzt werden, planende, steuernde und kontrollierende Funktionen in ihren Verantwortungsbereich zu übertragen und
  2. ihre Kommunikationsfähigkeit mit der zentralen Controllingeinheit und dem Management der Gesundheitseinrichtung zu verbessern.

Der Kurs vermittelt hierfür wertvolle Transfererfahrungen. Darüber hinaus ist der Erfahrungsaustausch unter den verschiedenen Berufsgruppen ein wichtiges Lehrgangselement.

Weitere Informationen: